Heizen und Lüften ein Muss
Feuchte Stellen, Stockflecken, abgelöste Tapeten oder Schimmel beinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern schädigen auch die Bausubstanz. Und: Sie setzen den Wärmeschutz der Außenwände herab.
Was kann man dagegen tun?
- Heizen Sie alle Räume ausreichend und vor allem möglichst kontinuierlich. Dies gilt auch für Räume, die Sie nicht ständig benutzen oder in denen Sie ein niedrigeres Temperaturniveau wünschen.
- Unterbinden Sie die Luftzirkulation nicht. Das ist besonders wichtig an Außenwänden. Möbelstücke sollten deshalb mindestens 5 cm (besser 10 cm) Abstand zur Wand haben, besonders solche auf geschlossenen Sockeln.
- Behindern Sie nicht die Wärmeabgabe der Heizkörper durch Verkleidungen, lange Vorhänge oder vorgestellte Möbel. Durch Wärmestau erhöhen sich die Wärmeverluste nach außen. Bei verbrauchsabhängiger Abrechnung registriert Ihr Heizkostenverteiler sonst einen um etwa 10 bis 20 % zu hohen Verbrauchsanteil, weil er die verringerte Wärmeabgabe nicht berücksichtigen kann.
- Lüften Sie bedarfsgerecht und energiebewusst, um Feuchteschäden zu vermeiden. Schaffen Sie kurzfristig einen Durchzug, indem Sie Fenster sowie Türen weit öffnen. Nach etwa 5 bis 10 Minuten Stoßlüften ist die verbrauchte, feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt.
- Dauerlüften während der Heizperiode durch gekippte Fenster verursachen ein Mehrfaches an Wärmeverlusten gegenüber einer gezielten Stoßlüftung.
- Schließen Sie beim Lüften die Heizkörperventile bzw. drehen Sie die Raumthermostate zurück. Aber Vorsicht! Ein Abdrehen der Heizkörper darf nur bei einer kurzen Stoßlüftung erfolgen, sonst besteht die Gefahr, dass das Heizwasser im Heizkörper einfriert und der Heizkörper platzt. Bei Thermostatventilen, deren eingebaute Frostschutzsicherung das Ventil bei etwa 5° C auch in der kleinsten Stellung sofort automatisch öffnen würde, empfiehlt es sich, den im Ventilkopf befindlichen Fühler bei niedriger Außentemperatur durch ein aufgelegtes Tuch von der einströmenden Frischluft abzuschirmen.
- Größere Wasserdampfmengen, die beim Kochen oder Duschen entstehen, sollten durch gezieltes Lüften der betreffenden Räume sofort nach außen abgeführt werden.



